Verlegung während der Verlegung von Mühlberg nach Rathenow (» vorheriger Einsatz)
In Einsatz fahren:
Gruppe Notstrom/Pumpe mit
Technischer Zug - Ö (TZ-Ö):
Gerätekraftwagen (GKW) II mit Pumpmaterial und Anhänger 50-kVA-Stromerzeuger der 2. Bergungsgruppe
Eingesetzt sind:
5 Helfer
Abfahrt: Mi., 21.08.02, 02:00 Einsatzort: Bethau, später Groß Naundorf bei Jessen (Sachsen-Anhalt)
Lage:
Die Gegend um Groß Naunburg ist nach einem Deichbruch der Elbe überschwemmt. In Bethau muß ein Kühllager mit Strom versorgt werden.
Stand 05:00, Mi., 21.08.02:
Die Weiterfahrt nach Bethau wird kurz hinter Annaburg durch einen Sandsackwall gestoppt. Die Polizei empfiehlt für den Tagesanbruch eine Umfahrung. Die Einheit verlegt in die Schule hinter der FFW Jessen.
Stand 12:00:
Bei Tagesanbruch wird die Gruppe von einem Lotsen um den Sandsackwall bei Annaburg bis nach Groß Naundorf geführt. Aufgrund des Hochwassers ist ein Durchfahren des Ortes nur mit LKW möglich. In Bethau angekommen hat sich der Auftrag erledigt, da bereits das THW Stolberg das Kühllager mit Strom versorgt.
Die Lichtenberger Kräfte werden aber sofort von Einwohnern zu einem Firmengelände am Ortsausgang von Groß Naundorf gebeten. Das Gelände samt Trafostation und Werkhalle steht unter Wasser. Sofort wird das 50-kVA-Aggregat in Betrieb genommen und begonnen, den Bereich um das Trafohäuschen mit 2 Pumpen vom Wasser zu befreien.
Stand 18:00:
Eine Pumpe wird umgesetzt, um das Gelände um die Werkhalle abzupumpen.
Stand 10:00, Do., 22.08.02:
Die andere Pumpe wird ebenfalls umgesetzt. Es zeigt sich, daß der See, der sich auf dem hinterm Werksgelände befindlichen Feld gebildet hat, Wasser über die Kanalisation auf das Werksgelände drückt.
Stand 21:00:
Nach Bremsendefekt des GKW ist ein Ersatz-GKW mit zusätzlichem Schlauchmaterial eingetroffen. Auf dem Werksgelände ist zur Zeit nur der Einsatz einer Pumpe erforderlich. In Groß Naundorf ist die Feuerwehr Gütersloh damit beschäftigt die Straße Trift trockenzulegen. Jedoch verfügt sie nicht über genug Pumpenleistung und Strom zum Anschluß weiterer Pumpen. Daraufhin wird die eine überflüssige Pumpe vom Werksgelände zum Trift umgesetzt und mit dem 6-kVA-Aggregat über Nacht betrieben.
Stand 10:00, Fr., 23.08.02:
Auf dem Werksgelände genügt der Einsatz des 6-kVA-Aggregats mit der B-Tauchpumpe. Das 50-kVA-Aggregat wird zum Trift verlegt. Damit kann die Feuerwehr weitere Pumpen betreiben. Die A-Tauchpumpe wird nun statt der B-Tauchpumpe mit 2x10 Längen B-Schlauch am Trift eingesetzt. Die Pumpenleistung wird durch diese Maßnahmen fast verdoppelt.
Stand 23:00:
An beiden Einsatzstellen ist eine spürbare Verbesserung der Lage eingetreten.
Stand 12:00, Sa., 24.08.02:
Der Trift in Groß Naundorf ist trocken. Das Aggregat sowie Pumpe und Schläuche werden zurückgebaut. Auch auf dem Werksgelände entspannt sich die Lage, der See hinter dem Werksgelände ist erheblich kleiner geworden. Die Pumpe wird noch bis morgen weiter pumpen.
Stand 20:00, So., 25.08.02:
Rückbau der Pumpe und Schläuche. Das Grundwasser drückt kaum noch nach. Der Eigentümer kann auf freigewordene andere Pumpenleistung zurückgreifen. Die Lichtenberger Einheit verlegt nach hause.
Zurück im Ortsverband: 24:00, So., 25.08.02
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