Diskussionsveranstaltung zum Tag des Ehrenamtes
Am Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember lud eine Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg unter der Frage "Ehrenamt - Amt ohne Ehre ?" Vertreter von Organisationen, Verbänden und Vereinen aus allen Bereichen des Ehrenamtes in den Ratssaal des Lichtenberger Rathauses.
Unter Leitung des Stadtrates für Bürgerdienste und Soziales Wilfried Nünthel diskutierten die ehemalige Berliner Parlamentspräsidentin Dr. Hanna-Renate Laurien, ein Wissenschaftler der Dritte-Sektor-Forschung und der Berliner Vorsitzende des Unionhilfswerkes (UHW) mit den Teilnehmern über das Selbstverständnis und die Anerkennung für bürgerschaftliche Engagement.
Neben der Rolle und der Bedeutung des ehrenamtlichen und freiwilligen Engagements für die Gesellschaft ging es auch um praktische Probleme, die für viele Vereine bei der Raumsuche beginnen und bis zur Finanzierung ihrer Tätigkeit und Ausstattung reichen. Da das THW dabei vergleichsweise gut gestellt ist, ging es für den Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit und Helferwerbung des Ortsverbandes Lichtenberg um die Frage der Akzeptanz bei Arbeitgebern, wenn Mitarbeiter für ihr Ehrenamt ihren Arbeitsplatz verlassen müssen. Frau Dr. Laurien verwies darauf, das auch in Deutschland immer mehr Unternehmen freiwilliges Engagement ihrer Mitarbeiter als Zeichen der sozialen Kompetenz positiv bewerten würden. Die Träger dieses Wirkens sollten deshalb offensiv die Bedeutung des Ehrenamtes vertreten.
Nur angerissen werden konnte der Umstand, dass gerade unter jungen Menschen zwar der Wille zu freiwilliger sozialer Arbeit vorhanden ist, ein langfristige Bindung dabei aber immer weniger gewünscht ist. Die dafür geeignete Form der Arbeit in Projekten finde sich bei der organisierten Freiwilligenarbeit erst in Ansätzen.
| © 2004 Impressum, Bericht: Karsten Herzberger |
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