Separationsanlage SEPCON 40

Mit den Großseparationsanlagen SEPCON 160 und SEPCON 40 der Fachgruppe Ölschaden verfügt das THW über eine vielseite Komponente im Bereich der Ölunfallbekämpfung. Die Anlagen sind dafür ausgelegt auch viskosere Öl-Wasser-Gemische bis 20.000 cSt zu trennen. Mit einem verbleibenden Ölgehalt von maximal 15ppm im Rücklaufwasser werden manuelle Anlagen deutlich übertroffen.

Das Funktionsprinzip der Anlagen ist eine computerüberwachte Schwerkraftabscheidung mit einer Koaleszenz-Komponente. Dabei wird das Öl-Wassergemisch in einem Prozesstank durch ein Koaleszenzmaterial geführt. Aufgrund der begrenzten Löslichkeit und unterschiedlichen Dichte von Wasser und Öl erfolgt dabei die Trennung. Unterstützt durch Sensoren erfolgt anschließend die Abtrennung in den zwei sogenannten Öl-Domen. Um Emulgationseffekte zu verringern, erfolgt die Zuführung des Gemisches ausschließlich mit Drehkolbenpumpen.

Die Verlastung der Anlage erfolgt mittels Hakensystem auf dem Wechselladerfahrzeug der Fachgruppe Ölschaden. Die Anlage wurde in einen See-Container 20ft eingebaut, um eine Verladung auf Containerschiffen zu ermöglichen. Dies ist insbesondere für den Einsatz im Ausland von Interesse.

Für den Aufbau und Betrieb der Anlage sind mindestens ein Maschinist SEPCON und zwei Fachhelfer erforderlich.

Da die SEPCON 40 anders als die SEPCON 160 nicht auf hydraulisch angetriebenen Pumpen, sondern auf elektrischem Betrieb basiert, ist das Kernstück der Anlage ein Generator. Dieser kann auch zur Versorgung anderer elektrischer Verbraucher genutzt werden.

Steckbrief

Bezeichnung

SEPCON 40
Kennzeichenkeins
Funkrufnamekeiner
HerstellerTECHNOMAR
TypSEPCON 40
Baujahr2009
Leistung61 PS
Fördermenge80 /h
Generatorleistung42 kVA
Ölwehrübung, Westhafen 2015
Aufbau der Anlage, Westhafen 2014
Blick in den Prozesstank
Blick in den Steuerstand